Modulkassetten

Alles was mit Mechanik zu tun hat, soll hier besprochen werden: Gehäuse, Frontplatten, Montage, Gestaltung, ...
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Oliver
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Modulkassetten

Beitrag von Oliver » 23.07.2016, 12:33

Hallo,

hat Jemand von Euch bereits Erfahrung mit der Verwendung von Modulkassetten für das Ct-Lab ?

Ursprünglich war ja mal von CM der Einbau der Ct-Lab-Module, zwecks optimaler Schirmung, in Modulkassetten angedacht. Die Idee wurde jedoch wegen der hohen Kosten wieder verworfen.
Ich hatte mir nun trotzdem zwei Modulkassetten von Fischer bestellt, die ich heute bekommen habe.
Der erste Eindruck war: "So'n Mist - die Kassetten sind ja doppelt so breit als die meisten Ct-Lab-Module.". Mein zweiter Gedanke war dann: "Genial ! So kann ich jeweils ein DCP-Modul und ein DCG-Modul zusammen als komplettes Netzteil in eine Modulkassette bauen und der Travolta lässt sich bequem an die Rückwand schrauben.".
Hat sich noch Jemand von Euch schon Mal mit der Verwendung von Modulkassetten im Ct-Lab befasst ? Gibt es Ideen zur mechanischen Bearbeitung...?
Für die Kühlung des DCP-Modules müssen wohl Lüftungsschlitze eingearbeitet werden und größere Löcher für die Verkabelung. Evtl. wäre ein weiteres Schirmblech zwischen den beiden Modulen sinnvoll ? Jede Kassette soll einzeln geerdet werden.
Für Ideen, Vorschläge, Optimierung... etc. wäre ich sehr Dankbar.

Gruß

Oliver

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Bart
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Re: Modulkassetten

Beitrag von Bart » 23.07.2016, 20:18

Hast Du schon (mal) ct-Lab-Module aufgebaut?
Ich hätte ja ärgste Bedenken, das die überhaupt in die Kasetten passen.
Vielleicht kenne ich auch nur die "falschen" Kasetten. Bei denen, die ich kenne, muß man am Rand gefühlt 10 mm Platz frei lassen.

Bart

P.S.: Ansonsten ist Deine Idee natürlich nicht schlecht, mir ist zwar bei meinen Einschüben noch keine Einstreuproblematik aufgefallen, aber wer weis...

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Re: Modulkassetten

Beitrag von Oliver » 24.07.2016, 13:54

Hallo,

ich habe schon recht viele Ct-Lab-Module aufgebaut und teilweise in Betrieb genommen. Allerdings muß ich die Module noch abgleichen.
Die Platinen passen sehr schön in die Kassetten, aber die Lüfter müssen mit Flachkopfschrauben montiert werden. Der Runde Schraubenkopf stößt an die Gehäusewand.
Hauptsächliches Problem: Die original Frontplatten passen nicht. Ich brauche eine größere Frontplatte, bzw. die Frontplatte der Kassette beschriftet und bearbeitet. Bei der Gelegenheit könnte ich dann auch gleich ein größeres Display verwenden, daß Ist- und Sollwerte gleichzeitig anzeigt. Das wird aber alles sehr aufwändig: Ich brauche eine neue Firmware und ein neues Frontplattenlayout. Damit es dann auch noch gut aussieht brauche ich eine Firma, die mir möglichst kostengünstig die Frontplatte fräst und bedruckt.

Gruß

Oliver
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Re: Modulkassetten

Beitrag von ylf » 24.07.2016, 22:00

Die Cassetten gibt es bei Fischer nicht in kleiner?

So wie es aussieht würde es doch genügen, Boden und Deckel um die entsprechenden TE zu kürzen.

Beim grossen C gibt es Einschubcassetten mit 8TE, 12TE ect.

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Re: Modulkassetten

Beitrag von Bart » 25.07.2016, 21:12

Hallo Oliver,

Danke für das Bild. Das sieht doch gut aus.

Sind der Boden und die Deckelplatte perforiert?
Sonst sehe ich Probleme bei der Wärmeentwicklung, vor allem bei DCP und EDL.
Ansonsten hast Du Dir ja einiges vorgenommen, mit dem Umbau.

Mir reicht das 'kleine' Display. Aufwändigere Sachen mache ich vom Rechner aus.
Da kann ich mir die Schrift auch einfach größer stellen :-)

Viele Grüße,
Bart

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Re: Modulkassetten

Beitrag von Oliver » 27.07.2016, 18:57

Hallo,

die Bleche sind leider nicht von Haus aus perforiert. Ich werde entsprechende Belüftungslöcher bohren. Ich habe mich nun doch für das Originaldisplay entschieden: Das große Display passt nicht, der große Aufwand lohnt kaum und die Vorteile sind minimal sowie für meine Zwecke unnötig.
Die Rückseite bietet Platz für den Transformator, sowie einige Aussparungen für die Flachbandkabel, die Netzleitung und die Erdung. Die Frontplatte fertige ich gerade in Handarbeit.

LG

Oliver
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Rückseite mit Transformator

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Re: Modulkassetten

Beitrag von Oliver » 04.08.2016, 21:01

Hallo,

seit Tagen kämpfe ich mit den Frontplatten, doch leider scheint jede Mühe vergebens zu sein. Die Frontplatten von Hand zu bohren und zu bearbeiten ist unpräzise und das Ergebnis mutet sehr unprofessionell und unsauber an.
Beschriften wollte ich die Frontplatten mit einer bedruckten Folie. Das Hauptproblem: Die Folienoberfläche ist glatt und die Tinte kann nicht einziehen.
Der Druck sieht zunächst einwandfrei und professionell aus, aber die Druckertinte lässt sich extrem leicht abwischen. Mit jeder Berührung der Frontplatte ginge die Beschriftung verloren.
So versuchte ich die Tinte mit Sprühlack zu fixieren. Dabei verwischt / verläuft die Tinte, aus schwarz wird grau und die Schrift wirkt verschwommen. Die Löcher lassen sich präzise und sauber mit Stecheisen ausstechen. Das Ergebnis ist jedoch absolut unprofessionell und unansehnlich. :(
Die Frontplatten professionell fräsen zu lassen wird vermutlich sehr teuer und ich muss eine Datei mit einem speziellen Ausgabeformat erzeugen.
Wie fertigt ihr eure Frontplatten ? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gesammelt ? Habt ihr Tips für mich, wie ich kostengünstig zu besseren Ergebnissen gelange ?
Mein nächster Gedanke wäre, die Folie mit einem Schneideplotter auszuschneiden. Das wird vermutlich viel günstiger als das Fräsen, aber in welchem Format und mit welcher Software muss ich dazu die Datei erstellen ?
Für eure Tips und Hinweise bin ich sehr dankbar.

LG

Oliver
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Re: Modulkassetten

Beitrag von psclab38 » 05.08.2016, 07:35

Also der Displayausschnitt lässt sich sicher mit behutsamem Gebrauch von geeigneten Feilen viel schöner hinbekommen. Bei den Bohrungen, die sichtbar bleiben, kann ein guter Entgrater für eine kleine, optisch ansprechende Fase sorgen.

Was die Beschriftung angeht, das habe ich früher mit Anreibebuchstaben gemacht, und dann überlackiert. Mit etwas Geduld und Übung sah das immer sehr schön aus.

Es gibt auch Transferklebefolien zum Bedrucken, aber mit denen habe ich keine Erfahrung.

Man kann bei Schaeffer die Platten auch Fräsen und beschriften lassen. Das entsprechende Programm (Frontplattendesigner) gibt's gratis und man bekommt damit auch gleich die Angabe, was die Frontplatte jeweils kosten wird. Sicher nicht ganz billig, aber das Ergebnis war immer perfekt.

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Re: Modulkassetten

Beitrag von ylf » 07.08.2016, 18:55

Natürlich kann man die Frontplatten von Hand präzise genug herstellen. Ist sicher eine Frage der angewendeten Technik, verfügbaren Werkzeuge und Übung.
Die Beschriftung habe ich mittels "Bügeltransfer" hinbekommen. Dazu die Beschriftung spiegelverkehrt mit einem Laserdrucker auf geeignetes feines Papier ausdrucken. Angeblich soll das Papier des reichelt Katalogs sehr gut funktionieren, ich habe Reinraumpapier (weil mir persönlich verfügbar) genommen. Das bedruckte Papier legt man mit der bedruckten Seite auf die Frontplatte, deshalb auch spiegelverkehrt ausdrucken und mit einem Bügeleisen so lange draufbügeln, bis sich der Toner ausreichend auf dem Alu festgesetzt hat. Später kann man dies mit Klarlack noch endgültig fixieren.

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